Rückblick auf die GV 2012 am 19. Mai in Luzern



Bericht: Stefan Degen
Fotos:   Esther Gehrig, Peter Mahler, Bruno Schuler

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"Tragen wir die Botschaft weiter"

Der 19. Mai 2012 geht als "Dampfer-Freudentag" in die Geschichte unseres Vereins ein: An diesem Samstag feierten die Dampferfreunde Vierwaldstättersee ihren 40. Geburtstag mit Jubiläumsakt und anschliessender Generalversammlung im Verkehrshaus der Schweiz in Luzern.
 
Um 9.30 Uhr standen schon Hunderte von Dampferfreunden an der Brücke 6 bereit zum Einsteigen auf die «Stadt Luzern».  Wenig später begann die kurze Fahrt hinüber zum Verkehrshaus. Fast 850 Dampferfreunde drängten sich in den Konferenzsaal, wo sich neben den Mitgliedern eine illustre Gästeschar einfand.

Den Auftakt zur 40. Generalversammlung machte ein Festakt, der ganz im Zeichen der jungen Generation stand. Der gemischte Schülerchor aus Brunnen, unter der musikalischen Leitung von Andrea Inderbitzin, erfreute die Anwesenden mit ihren eigens für diesen Anlass einstudierten Liedern.

Die Buben und Mädchen im kecken Matrosenlook machten engagiert mit, hatten sie doch dem Tag schon lange entgegengefiebert. Selbst der kleine Carlo – mit dem Arm im Gips – war dabei. Mit Geburtstagskerzen, Seilen und Flaggen liessen die Kinder und Jugendlichen  die fünf Dampfschiffe hochleben.
 


     



 


"Was ihr vor 40 Jahren gerettet habt, sollt Ihr heute geniessen", rief Präsident Beat Fuchs den Dampferfreunden zu. "Ich erkläre den heutigen Tag zum Dampfer-Freudentag"! 





"Wir wollen unseren Blick bewusst nach vorne richten", sagte Vizepräsident Max Wolf. Mit den Worten "de Wolf hed uusgüült, de Fuchs hed’s Kommando", leitete er über zur Jubiläums-Generalversammlung.





Stadtrat und Finanzdirektor Stefan Roth überbrachte die Grüsse der Luzerner Stadtregierung.  Die Dampfschiffe sollen noch vielen Generationen Freude bereiten, sagte Roth. 

 
Die statutarischen Geschäfte konnte Beat Fuchs wie gewohnt speditiv abwickeln. Das abgelaufene Vereinsjahr stand ganz im Zeichen der wiedererstandenen «Unterwalden», an deren Generalsanierung die Dampferfreunde 3 Millionen Franken bezahlt haben. "Wir werden uns weiterhin für den Erhalt und den fahrplanmässigen Einsatz der fünf Raddampfer einsetzen", versprach  Fuchs. Die Jahresrechnung 2011 und das Budget 2012 wurden diskussionslos genehmigt. Neu in den Vorstand gewählt wurde Daniel Haas aus Luzern.  

 


  "Mit Volldampf auf Kurs" heisst auch künftig das Motto. Das neue Logo des Vereins, mit Kamin und Lüfter als Symbol für die Dampfer, steht als Zeichen des Aufbruchs in die Zukunft. Das aufgefrischte Erscheinungsbild kam bei den Mitgliedern sehr gut an. Freuen dürfen sich die Vereinsmitglieder auch auf ein neues Buch: "40 Jahre Dampferfreunde". Dieses erscheint im Dezember und fasst die Erfolgsgeschichte unserer Vereinigung zusammen.


Grund zur Freude hatte an der GV auch Verkehrshaus-direktor Martin Bütikofer: Die Mitglieder sprachen sich einstimmig für einen Unterstützungsbeitrag in Höhe von 300'000 Franken an die Restaurierung des Dampfschiffs «Rigi» aus.

Der 1848 erbaute Seitenraddampfer steht im Verkehrshaus und wird umfassend restauriert. Mit dem Geld der Dampferfreunde werden die beiden Schaufelräder aus Holz für den Flachdeckdampfer rekonstruiert.
     
 Vizepräsident Max Wolf, der seit 1999 dem Vorstand der Dampferfreunde angehörte, trat an der GV von seinem Amt zurück.
Für seine ausserordentlichen Verdienste um den Verein wurde er zum Ehrenmitglied ernannt.




Geschäftsstellenleiterin Sylvie Landolt Mahler sagte in ihrer Laudatio, Wolf habe immer wieder grosses Geschick bewiesen, um die Dampferfreunde voran zu bringen. Er habe viel Herzblut für den Verein eingebracht und sei zum Sprachrohr der Dampferfreunde geworden.




Als passendes Erinnerungsgeschenk übergab Beat Fuchs Max Wolf ein ausrangiertes Original-Sprachrohr der «Unterwalden». Der Geehrte zeigte sich gerührt.
 

     


  Beim Wort nehmen werden die über 10'000 Dampferfreunde Josef Nigg, den SGV Verwaltungsratspräsidenten.
In seiner Grussadresse an der GV legte er ein Bekenntnis zu den fünf Raddampfern ab. Diese sollen weiterhin optimal im Fahrbetrieb eingesetzt werden, denn: "Sie bleiben die Paradepferde unserer vielgestaltigen Flotte", so Nigg. 



Beat Fuchs sagte zum Schluss der Jubiläums-GV der Dampferfreunde: "Tragen wir Sorge zu dieser Institution. Und: "Tragen wir die Botschaft weiter."


Schon zu Beginn des Festaktes hatte Max Wolf den Dampferfreunden eine reizvolle Fahrt auf eher ungewohnter Route versprochen. Und so strömten die Vereinsmitglieder, inzwischen gut 950, zum Steg, um sich auf die «Stadt Luzern» und die «Unterwalden» zu begeben.
     
Die dreieinhalbstündige Rundfahrt wurde zu einem schönen Erlebnis. Die beiden Kapitäne Kuno Stein und Roger Maurer machten die Gäste  immer wieder auf wenig bekannte Seiten der Landschaft oder interessante Begebenheiten am See aufmerksam.





An Bord beider Schiffe war die Stimmung bei gutem Wetter ausgezeichnet. Alt und Jung genossen die abwechslungsreiche Fahrt mit speziellen Manövern in vollen Zügen.




Nur allzu schnell fand die Spazierfahrt um 15.45 in Luzern ihr Ende. Die Dampferfreunde gingen gelöst von Bord  - mit vielen Erinnerungen an den "Dampfer-Freudentag".